Foto: Verena Meier

Ein Hauskonzert, das in vielen Häusern erklingt

Weil besondere Zeiten besondere Maßnahmen benötigen, fühlen Sie sich frei, vor dem Konzert eine virtuelle Eintrittskarte zu "erwerben", nach dem Konzert etwas zu spenden, mir eine kleine Rückmeldung zu geben, Anregungen oder musikalische Wünsche zu äußern, mich und meine Musik weiter zu empfehlen, oder nur die Musik zu genießen. Sei es Ihnen und Euch vom Herzen gedankt!

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Nicoleta Ion
Sparkasse Hannover
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Verwendukszwecke: Virtuelle Konzertkarte 10.5.2020

Einst sagte Schubert:  "Heimlich im Stillen hoffe ich wohl selbst noch etwas aus mir machen zu können … Aber wer vermag nach Beethoven etwas zu machen?” Obwohl er und Beethoven jahrzehnte lang in derselben Stadt lebten und gemeinsame Bekannte hatten, sind sie sich nie begegnet. Des Öfteren beobachtete Schubert Beethoven aus respektvollem Abstand und diente schließlich im März 1827 als Fackelträger auf seinem Begräbnis. Es sollte nicht lange dauern, bis er sich auch aus dieser Welt verabschieden musste am 19 November 1828, ohne es geschafft zu haben, sich aus Beethovens übermächtigen Schatten zu befreien. Dem Nachruhm gelang es aber und verhalf Schubert zur wahren Größe, gleichberechtigt neben seinem Idol. 

Die Vier Impromptus op. 142 wurden im Dezember 1827 komponiert. Elf Jahre später wurden sie veröffentlicht und durch Robert Schumann hochgepriesen: „Er hätte es noch erleben können, wie man ihn jetzt feiert; es hätte ihn zum Höchsten begeistern müssen. Nun er schon lange ruht, wollen wir sorgsam sammeln und aufzeichnen, was er uns hinterlassen; es ist nichts darunter, was nicht von seinem geist zeugte, nur wenigen Werken ist das Siegel ihres Verfassers so klar ausgedrückt als den seinigen. So flüstert es denn in den zwei ersten Impromptus auf allen Seiten ‚Franz Schubert‘ wie wir ihn kennen in seiner unerschöpflichen Laune, wie er uns reizt, und täuscht und wieder fesselt, finden wir ihn wieder.”

Anfang des 19. Jahrhunderts waren mehrere Dutzend Klavierbauer in Wien aufgezeichnet. Diese Zeit war für Klavierbauer von beeindruckendem Einfallsreichtum und großartigen Neuerungen geprägt. 

Einer dieser Klaviermacher war Joseph Böhm, ein erfinderischer Geist, der sich ausschließenden “Privilegien” erfreute: zum Beispiel ein von ihm entwickelten Mechanismus, durch das die Klaviatur so weit links oder rechts geschoben werden kann, dass die Hämmer einen höheren oder tieferen Saitenbezug berühren, so dass das Klavier höher oder tiefer gestimmt ist, als einziger im Kaiserreich Österreich zu bauen. Böhm brachte es dahin, diese Verschiebung auf vier ganze Töne einzurichten. Oder die Anfertigung eines mechanischen Notenpultes zum Umwenden der Notenblätter. Sicherlich waren es aber die Eleganz des Klanges seiner Flügel und das angenehme Spielgefühl, die Marie Louise, die zweite Ehefrau Napoleon des 1. bewogen haben, sich ausdrücklich ein Wiener Klavier zu wünschen:  “... denn die französischen sind erschrecklich hart… “. Es wurde ein Flügel aus der Werkstatt von Joseph Böhm. 

Auch ich darf mich glücklich schätzen, dass ich seit nunmehr zwei Jahren ein Joseph Böhm Hammerflügel in meinem Studio stehen habe und spielen darf. Er erfreut und inspiriert mich immer wieder aufs Neue und lässt mich hören und spüren wie es damals gewesen sein mag… als Beethoven und Schubert in ihren wundersamen Köpfen, die Klaviermusik hörten, die sie dann niederschrieben. Denn das ist der Klavierklang den sie kannten. Und diesen dürfen wir nach 200 Jahren noch erleben.

Pianistin und Hammerflügel-Spezialistin

Als Diplom-Musikerin für Klavier, Hammerklavier und historische Aufführungspraxis trete ich als Solistin und Kammermusikerin auf. Mein Repertoire deckt alle Zeitepochen ab, von Barock bis zur zeitgenössischen Musik.

Ich spiele nicht bloss Stücke, sondern zeichne mit Klang. In ausdrucksstarken Bildern erzähle ich Geschichten von Menschen: Komponisten in ihrem Leben, Beziehungen, Prägungen, ihrer inneren Welt und dem politischen und gesellschaftlichen Umfeld. 

Mein Ziel als Pianistin und Musikerin ist es, eine persönliche Verbindung zu einem Werk aufzubauen, mich hineinzudenken, einzufühlen und damit zu wachsen, um es schließlich begreiflich und anrührend darzubringen und die Zuhörer zu bewegen. 

Die nächsten Termine

  • So, 04.10.2020
    17:00 Uhr

    Mellendorf

    Evangelische Kirche St. Georg

    Mozart Klavierkonzerte

    Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart

    Nicoleta Ion, Hammerflügel
    Solisten des Helios-Ensembles im Streiquartett

  • So, 08.11.2020
    17:00 Uhr

    Langenhagen

    Matthias-Claudius-Kirche

    Chorkonzert

    Nicoleta Ion leitet den Gospelchor Voices of Joy